Willkommen in meinem Blog!

Gedanken, die mich beschäftigen:

Was bleibt übrig von der Etikette...

La Wiesbadienne fragt sich, welche Themen nach der Corona-Krise noch interessieren.?

Das Begrüßen fiel ja schon den Abstandsregeln zum Opfer. Man wird sich sicher daran gewöhnen zu grüßen (ohne Handschlag), hoffentlich bald wieder mit einem sichtbaren und nahem Lächeln! Wer wen zuerst grüßt ist heute nicht mehr relevant - freundlich muß es sein!

Die "Bussi rechts und Bussi links" - Angewohnheit gehört, so Gott will, der Vergangenheit an, kamen derlei Küsse meist nicht von Herzen, sondern wirkten oft aufgesetzt oder gar albern. Umarmungen haben wir sehr vermisst und freuen uns darauf. Wie wäre es mit einer leichten Umarmung mit angedeutetem Kuss? Bei guten Freunden kann dieser auch herzhafter ausfallen. Wir wollen so schnell wie möglich wieder unsere Kinder herzen und küssen!

Im Job werden wir den Abstand bewahren und uns respektvoll grüßen. La Wiesbadienne ist sicher, dass man auch in Zukunft aus

Hygienegründen vom Händeschütteln absieht.

Die, wieder zu entdeckende, Nähe wird uns sehr gut tun! Sicher bald!

Alle anderen Regeln für einen höflichen Umgang miteinander sind hoffentlich nicht in Vergessenheit geraten und werden bald wieder gerne angewandt werden.

Wie der Gentleman stilvoll eine Dame behandelt, wird nicht vergessen sein und weiterhin unseren Alltag verschönern.

Die Tischetikette wurde hoffentlich auch zuhause bewahrt und weiterhin ausgeübt, sodass wir bei Wiederöffnung aller schönen Lokalitäten nicht peinlich auffallen. Ansonsten steht la Wiesbadienne jederzeit für eventuelle Gedächtnislücken zur Verfügung. Sie freut sich darauf, ihre Workshop-Teilnehmer*Innen wieder fragen zu können, wer im Märchen vom „Froschkönig“ gute Manieren hat und wer sich unerzogen benimmt!

Wir wünschen uns, dass Gespräche bald wieder vis-a-vis und ohne Masken gehalten werden dürfen, wobei man sich dann auch wieder tiefer in die Augen sehen kann! Wir wollen alle wieder richtig leben und lieben! Wir wollen küssen und tanzen! Wir wollen endlich wieder Nähe, Wärme und Spaß! Homework, vernünftig und geduldig sein, haben wir lange genug exerziert.

 

- Februar 2021 - 

Loslassen

Loslassen ist eine schwere Aufgabe, die wir oft im Leben gestellt bekommen.

Vor einem Jahr traf sie uns völlig unerwartet, die Pandemie namens Corona, das Virus COVID-19, total unbekannt, aber hochgefährlich, weil oft mit tödlichem Ausgang.

Loslassen mussten wir anfänglich nur wenig, weil niemand die Schwere sofort erkannte, weder die überraschten Wissenschaftler und Ärzte noch die völlig hilflosen Politiker.

Aber peu à peu mussten wir alle lieb gewordene Angewohnheiten, wie Nähe, Ausgehen und Feiern loslassen. Keine Freunde mehr im Kaffee oder der Bar treffen, nicht mehr shoppen mit der Freundin oder mit dem Freund zur Fitness gehen. Kein Theater, kein Konzert, keine Ausstellung. Alles, was Spaß gemacht hat wurde gestrichen.

Seine Lieben nicht mehr im Krankenhaus besuchen, sogar alleine lassen auf ihrem eventuell letzten Weg.

Eiskalt hat es uns alle erwischt. Mütter, die ihre Kinder plötzlich selbst zu Hause betreuen mussten, irgendwie zwischen Job und Heimarbeit - Väter, die neben homeoffice plötzlich viel mehr in der Kindererziehung und im Haushalt eingesetzt wurden. Keine Feste mehr - keine Feiern - nichts für die Lebens-Balance!

Aber wir müssen durchhalten, sonst könnte alles noch ewig dauern.

Da hilft kein Querdenken, keine Flucht - nur gemeinsam(getrennt)und solidarisch kommen wir da durch. Wir müssen uns gegenseitig Mut machen und den Kranken und Schwachen helfen.

 

- Februar 2021 - 

Stil & Etikette im Homeoffice

Ja, auch dort dürfen wir unsere guten Umgangsformen nicht vergessen! Wir sollten uns an unsere festen Arbeitszeiten halten, damit wir nicht „vergammeln"! Wir sollten uns auch zuhause gut anziehen, weil es einen besseren Eindruck macht - sowohl am Telefon und erst recht am Bildschirm! In Hauspantoffeln und Sneakern wirken wir einfach nicht überzeugend! Wir müssen weiterhin auf unsere gepflegte Erscheinung achten! Erwiesenermaßen kann man dann bei Kollegen und Geschäftspartnern mehr Achtung und Respekt erwarten. Auch der Erfolg stellt sich eher ein, wenn wir auf unser Äußeres achten. Wir sollten uns pflegen und Sport treiben - gut für die Selbstachtung!

„Last not least“ müssen wir aufpassen, unsere Balance zu bewahren. Das heißt, wir müssen auf Ausgleich achten: viel frische Luft und kein Fast Food! Unserer Gesundheit zuliebe sollten wir den Lockdown nutzen! Wir müssen dankbar sein, wenn wir gesund sind und bleiben! Jetzt können wir endlich unsere, immer wieder verschobene, Umstellung auf gesundes „Low-Carb-Food“ versuchen. Wir sollten es den zahlreichen durchtrainierten Vorturnern im Internet gleichtun! Fitness zuhause kann auch sehr effektiv sein!

Wenn der Friseur geschlossen hat, dürfen wir ruhig ˋmal selbst zur Schere greifen, damit wir nicht Gefahr laufen, zuzuwachsen und unsere Haare mit Schwänzchen bändigen müssen. Unser Chef, unser Partner und unser Gegenüber werden es uns danken!

Sehr wichtig bei Videokonferenzen: mit Abstand zum Computer sitzen, weil dann das Gegenüber nicht jede Hautunreinheit oder Falte und auch die Hände sehen kann, die einen wichtigen Anteil an unserer Körpersprache haben. Sich informieren, wo, am Laptop, sich die Kamera befindet!

La Wiesbadienne freut sich sehr darauf, Sie, nach dem Lockdown, wieder in „Stil & Etikette“ coachen zu dürfen! Es gibt noch unendlich viele Details, um an Ihrer Persönlichkeit zu feilen. Ein Fremder erkennt die Defizite einfach besser, als jeder für sich alleine. Freund und Partner trauen sich nicht, oder sind, mit Recht, zu höflich, um Sie zu kritisieren.

La Wiesbadienne würde gerne helfen, den Umgang in unserer heutigen Welt ein wenig freundlicher, höflicher, lebens- und liebenswerter zu gestalten.

 

- Januar 2021 -

2021 - viel Hoffnung

Es hat gut begonnen das Neue Jahr.

Schnee - endlich wieder hell! La Wiesbadienne genießt ihre Heimat. Sie fährt in den Taunus, dahin, wo die Landschaft unter einer Schneedecke malerisch eingehüllt ist. Endlich wieder Kinder auf Schlitten - Eltern, die sich fröhlich: „Gutes Neues“ zurufen. Endlich wieder spürbare Lebensfreude!

Sogar ein Schwein (natürlich eingezäunt) begegnet ihr, welches fröhlich mit einem Partnerschwein im Schnee herumsuhlt. Das bringt Glück!

Die weiße Schneelandschaft hat so viel Positives, läßt das Coronajahr vergessen und zaubert endlich wieder ein Lächeln auf unsere Lippen. Wir freuen uns so sehr auf ein besseres Jahr!

Endlich wieder Aussicht auf Normalität - ein Leben ohne Masken und Distanz.? Endlich wieder Nähe?

La Wiesbadienne fühlt sich wie im Urlaub. Nur über die erste Taunushöhe fahren, bei uns: die „Platte“, schon ist man im Schneeparadies und vergisst die graue, matschige und tote Stadt.

Sie freut sich so sehr auf ein neues Leben ohne Lockdown. Sie möchte wieder tanzen und fröhlich sein.

Wir müssen alle Geduld haben, bis wir wieder frei atmen können.

Wir denken an unsere Mitbürger, die in den Kliniken liegen oder dort arbeiten müssen und wünschen ihnen von Herzen ein Gesundes und Frohes Neues Jahr!

La Wiesbadienne hofft, dass es allen schnell  wieder gut geht!

 

- Januar 2021 -
 

Nachtrag: Hoffnungslos?
 

Kaum hatte la Wiesbadienne ihren Artikel über den Schneespaziergang in ihren Blog gestellt, schon hätte sie das gerne wieder rückgängig gemacht. Andere haben wohl auf ebensolchen Spaziergängen ihre guten Umgangsformen vergessen. „Wildparken“ in der schönen Natur, den Anwohnern ihren Dreck und Müll hinterlassen, alle Corona-Regeln missachten?

Sie hat sich für ihre Mitmenschen geschämt. Warum muss man sich so benehmen? Weltweit ist solches Benehmen unerträglich. Die armen Polizisten, die nicht mehr Herr der Lage wurden und von manche Chaoten sogar anpöbelt wurden.Was soll aus solchen Kindern werden, deren Vorbilder sich so benehmen?

Es sind gerade diejenigen, die meinen einen guten Umgangston zu kennen. Leider bilden sich solche Menschen ein, nichts mehr lernen zu müssen und hören nicht auf andere, die ihnen einen korrekteren und rücksichtsvollen Weg zeigen möchten.

Wir sollten alle stolz und dankbar sein, in diesem schönen und freien Land leben zu dürfen und das nicht „aufs Spiel“ setzen und kaputt machen.

La Wiesbadienne möchte solchen „Unwissenden“ gerne den guten Ton beibringen: Rücksichtnahme und einen erträglichen Umgang mit ihren Nächsten! Doch leider bitten nur diejenigen um ihre Hilfe, die schon längst einen guten Umgangston pflegen!

 

- Januar 2021 -

 

Lockdown

Was erleben wir jetzt?

Shutdown - Massenquarantäne?

Einen Stillstand unseres Lebens?

Wie sollen, wie können wir damit umgehen?

Wollte ich nicht allen ein Lächeln vermitteln? Wie soll das jetzt noch möglich sein? Fragen, die wir nicht beantworten können, weil wir erstmalig vor einer unlösbaren Aufgabe stehen.

Wo ist der Spaßfaktor unseres Lebens geblieben?

Aber wir, die noch gesund sind, müssen dankbar sein!

Wir können noch selbstbestimmt einkaufen, spazieren gehen, uns mit Distanz und mit Maske sehen.

Wir müssen an die armen Menschen in Kliniken und Heimen denken, die dort, wie gefangen, leben müssen, auch die, die den anderen helfen. Deren jetziges Leben können wir uns nicht vorstellen.

Weihnachten mussten wir sehr reduziert erleben, nur mit unseren engsten Partnern, Verwandten oder gar alleine. Vielleicht haben wir so sehr im Überfluss gelebt, daß es Zeit wird auch diese Seite des Daseins kennenzulernen? Wir müssen uns zurückbesinnen auf uns selbst, ein Leben in unseren Wohnungen und als Luxus, Ausflüge in der Natur.

Aber wir haben die Hoffnung, dass sich unser aller Leben wieder normalisiert.

 

 - Zwischen den Jahren 2020 I 2021 -

Stil und Etikette in diesen Zeiten

Beide leben vom täglichen Miteinander - vom Umgang mit den Nächsten. La Wiesbadienne muss sich umstellen. Kein Vis-a-Vis mehr, keine Nähe, nur noch mit Abstand, Entfernung durch die Maske.

Keine Seminare mehr, keine Workshops.

Wie kann sie heute noch den richtigen Umgang verständlich machen? Per Computer, virtuell, via Bildschirm?

Es scheint, als sei sie aus ihrer Zeit gefallen - hart in der Neuzeit gelandet.

Wer interessiert sich heute noch, wie man beim Begrüßen die Hand drückt, wie man freundlich grüßt und wie man sich im Restaurant benimmt, wer wem die Tür aufhält? Natürlich muss man sich noch vorstellen, auch mit Maske. Wer interessiert sich noch, wie man die Kaffeetasse hält, dass diese mit der Untertasse zusammengehört, wenn man seinen Kaffee nur noch in Pappe erhält.

Zum Glück gibt es noch Gentlemen, die der Dame den Vortritt lassen, die Türe aufhalten - mit Abstand versteht sich.

Aber interessieren sich Eltern in diesen Zeiten noch für die Umgangserziehung ihrer Kinder? Haben sie nicht genug andere Sorgen?

Wer interessiert sich noch für den Dress-Code in verschiedensten Bereichen unseres Lebens? Ist das nicht zu äußerlich, wenn täglich so viele sterben müssen und andere um unser Leben ringen?

Wen interessiert noch, wie man in unserem Land Messer und Gabel richtig hält, wie man den Small Talk beherrscht, wenn man sich nur noch mit immer größerem Abstand begegnet?

La Wiesbadienne hat das alles sehr gerne und erfolgreich vermittelt.

Sie war froh, nach ihrer Arbeitszeit noch gebraucht zu werden, eine Aufgabe zu haben. Jetzt bleibt ihr nur noch die Hoffnung, dass alle bald wieder lächeln und lachen können! - Ohne Maske!

 

 - Dezember 2020 -

 

Vor Weihnachten unter Corona

Es hat sogar pünktlich geschneit. Es sieht alles so friedlich aus - so gesund.

Die Menschen schmücken so wie immer, oder sogar mehr noch als sonst? Jetzt gerade?

La Wiesbadienne läuft durch den verschneiten Park,begegnet Menschen, diszipliniert mit großem Abstand, erst im Lebensmittelmarkt mit Masken. Sie durchquert den „Warmen Damm“ und trifft auf Polizisten, die hilflos noch hilfloseren maskenlosen „Querdenkern“ zuschauen, die wohl endlich kapieren, wie sinnlos ihr Versuch zur Demonstration ist. Unverrichteter Dinge ziehen sie wieder ab. Die jungen Polizisten sind froh und können endlich auch den schönen Theatervorplatz wieder räumen.

La Wiesbadienne läuft durch ihre geliebte Stadt und erkennt sie nicht wieder. Kein Leben so wie vorher. Leere Gassen in der Innenstadt, leere Geschäfte mit gelangweilten Verkäufern, die sich über jeden Kunden freuen. Verzweifelt denken Sie an Morgen, ihren Job, ihr Einkommen, ihr Leben. Um sich abzulenken werden lustige Videos verschickt, über die keiner mehr lachen kann. Ungeahnt und unerwartet ernst ist die Lage geworden.

Die schön geschmückte Tanne vor dem Rathaus soll Mut machen.

Doch was ist diese Zeit ohne fröhliches Treiben auf dem Weihnachtsmarkt, ohne die Gerüche nach allen möglichen Leckereien, ohne das gesellige Miteinander vor den Glühweinständen? Die Stadt vermisst ihre Besucher, die von weit her kommen, um ihre Freunde wiederzusehen und mit ihnen zu feiern.

La Wiesbadienne entdeckt eine kleine 3-Mann-Band die lateinamerikanische Musik spielt und fängt alleine auf dem Platz zu tanzen an. Schnell gesellen sich weitere hinzu, tanzen mit Abstand und freuen sich an diesem Moment. Doch bald verschwinden die Musiker, wohl aus Angst, weil das ja sicher nicht erlaubt ist, auch wenn alle großen Abstand gehalten haben.

Jetzt holt sie für sich und ihre Freundin zwei Cappucini im Pappbecher und sie gehen auf Wiesbadens schönste Sonnenterrasse, wo sich normalerweise an Markttagen im schönsten Café „tout Wiesbaden“ (oder alles, was sich dafür hält) trifft. Netterweise hat man ein paar Holzbänke stehen lassen, wo sie sich mit Abstand ausruhen können. Eine Woche später sind auch diese verschwunden. Ist es etwa Neid oder Missgunst?

Wir geben jedenfalls nicht auf und lachen und freuen uns an unserem Leben und der Gesundheit. Natürlich sehen und hören wir die immer schlechteren Nachrichten. Wir glauben fest daran, dass, wenn wir alle Regeln befolgen und alles tun, damit dieser Alptraum bald vorbei ist, wir alle wieder gemeinsam und sorglos auf dem wunderschönen Weihnachtsmarkt feiern können. - Ohne Maske und mit der Nähe, die wir so sehr vermissen.

 

- Dezember 2020 - 

Herbst in Zeiten der Corona

Wir leben reduziert.
Nur wenige Bezugspersonen sind erlaubt, sonst könnten wir uns anstecken.
Kein Amusement mehr.

La Wiesbadienne musste sich noch mehr zurückziehen, hinter einer Maske verstecken. Kein Stadtbummel, keine Treffen mit Freunden in Cafés, Kneipen oder Restaurants, keine Kunst - Austellungen, Theater, Konzerte - kein Tanz. Begegnungen nur auf Abstand. Noch mehr Alleinesein.

Zum Glück lebt sie hier, umgeben von Parks und Natur. Laufen kann sie zum Glück immer besser, dank Sport - der ist auch reduziert - keine Fitness mehr und keine gemeinsame Gym.

Der Herbst ist golden. Als wolle er uns trösten mit wunderschönen Farben. Das gibt Hoffnung. Viel Sonne, Ausflüge an den Hafen, in den Rheingau oder Taunus. La Wiesbadienne liebt diese Abwechslungen - ein Hauch von Freiheit! Vor allem, wenn sie die Züge der Kraniche beobachtet, die unbeirrt in, wie einstudierten, wunderschönen Formationen gen Süden ziehen. Dem Frühling entgegen.

Sonst gibt es lange Telefoncalls mit Familie und Freunden, die gegenseitig Mut machen. Schöne, mehr oder weniger witzige Videos werden verschickt - ein bisschen Spaß in grauen Zeiten.

„Humor ist wenn man trotzdem lacht“ und das Lächeln, auch unter den Masken, nicht vergisst.

Sie vermisst ihre Workshops für Stil & Etikette. Wer denkt jetzt schon an Umgangsregeln. Auch wenn man in diesen Zeiten durch gute Manieren, Rücksicht auf den Nächsten, Höflichkeit und Mitgefühl auffällt. Außerdem gibt es zum Glück die Arbeit, die Menschen ablenkt und weitermachen läßt. Benimm bei Bewerbungen ist weiterhin gefragt.

Die Erde dreht sich weiter und trotz aller Abstandsregeln setzen mutige Frauen Kinder in die Welt, die uns beglücken.

Wir müssen stark und gesund sein für unsere Kinder, uns und für unsere Zukunft. Es gibt viel zu tun und jeder Einzelne wird gebraucht, damit das Ganze, das Gute funktioniert!
Alles wird wieder gut!

Wir müssen aber alle dafür arbeiten und bei notwendigen Einschränkungen mitmachen!

 

 - November 2020 - 

Hafen

Wiesbaden kann unerträglich sein bei Hitze: stickige schlechte Luft wegen Autos und Flugzeugen. Dank Corona war das eine zeitlang besser. Aufatmen konnte man und kurzzeitig gute Luft genießen. Doch jetzt - Was tun? La Wiesbadienne kennt 2 Alternativen: Hafen oder Taunus!

Dahin, wo man noch atmen kann.

Sie entscheidet sich für den Hafen. Leider hatten viele diese Idee. Parkplatzmangel, aber sie hat Glück. Endlich Urlaubsfeeling - away from ist all - boatpeople oder solche, die es werden wollen und davon träumen eines zu besitzen. Motoryachten oder -Boote und - für die Umwelt und das Gemüt - Segelyachten oder -Boote.

Tolle Atmosphäre, gute Laune und Freude. Bunte Menschen aus verschiedenen Ländern unserer Erde, die sich an ihre Heimat oder Urlaub erinnern, schlendern am Hafen entlang oder genießen den Blick aus einer der unzähligen Lokalitäten. Schlichte Kneipen mit Hausmannskost oder Restaurants mit schönem Blick wie das Yacht-Café. Oldie Arche Noah oder ultramodern, auch direkt auf dem Wasser, „Isa’s Lounge.

„My boat is my Castle“ - Bootsbesitzer sitzen oder fahren auf ihren Yachten, spielen stolz den Kapitän und genießen die bewundernden oder neidischen Blicke. Sportler stehen auf ihren Brettern, paddeln oder rudern. Es ist Urlaubsflair wie an der Côte d’Azur oder an den vielen schönen Häfen rund ums Mittelmeer.

Wenn man sportlich ist, kann man noch bis zum Rhein laufen oder auf dem schönen Damm, an Storchennestern vorbei bis Walluf oder sogar Eltville. Kurz - die Wiesbadienne liebt diese wunderschöne Ecke ihrer Heimat, wo es Lebensfreude, Toleranz, und Leben im Einklang mit der Natur gibt!

La Wiesbadienne wurde noch eingeladen - mitzusegeln auf "Poseidon", einem schönen und sehr gepflegten Segelboot eines sympathischen Pärchens.

Am wohl letzten Sommertag. Ostwind weht und so kommt sie zu dem Vergnügen eines Turns bis  Sonnenuntergang auf dem Hafen. Endlich einmal aus einer, ihr unbekannten, Perspektive. So schön hatte Sie sich das nicht vorgestellt.

Nach Abschalten des Motors gleiten sie lautlos zwischen späten Ruder- und Paddelbooten,unter Schwärmen von heimkehrenden Vögeln. Die beiden Skipper kreuzen von Ufer zu Ufer, vorbei an erleuchteten Hafenkneipen und der wenig belebten Promenade, bis zum anderen Ufer des Hafens. Die beiden Gäste genießen die herrlichen Eindrücke. Schöner kann der Sommer für die Wiesbadienne nicht ausklingen!

 

 


 

 - September 2020 - 

Meer...

...frei tosend, spannend, nie langweilig weil unvorhersehbar, unbeschreiblich schön und ewig, wie hoffentlich alles Leben in der Natur!

 

La Wiesbadienne auf ihrer Lieblingsinsel Sylt. All‘ die Jahre große Sehnsucht - jetzt mit Anstoß ihrer Tochter wieder Mut zur Reise trotz Corona. Fahrt im Zug mit Nasen-Mund-Schutz - viel schöner als mit Auto, weil geruhsamer und schöne Eindrucke von verschiedenen Landschaften.

Ihr Sehnsuchtsort hat sie im Griff - nie Gleichheit, immer Abwechslung, immer Neues. Die Landschaft im August - lila, von blühender Heide bedeckte Dünenlandschaft, der Strand morgens recht schmal, wegen Flut, abends so breit wie in meiner Erinnerung, dank Ebbe.

Westerland, Strandpromenade bei Sturm, riesigen Wellen zur Freude der Kite- und Windsurfer. Harte Kerle rasen dort unten im Süd-West-Wind gen Nord-Ost, Richtung Surf-Bude, wo man sich nach getaner Kraft-Tour zum Fachsimpeln trifft. Unsereins bleibt bewundernder Zuschauer und ist begeistert, ob diesen Mutes und der Sportlichkeit. Immerhin - wir fahren Fahrrad.

Hörnum bei Regen. Etwas langweilig, aber schnell vergessen durch Stop am Seepferchen. Sitzen bei strömenden Regen auf Terrasse im Strandkorb, weil Indoor Coronatröpfchen und Maskenpflicht. Service wartet auf weniger Regen. Dann leckerer, feuchter Cappuccinogenuss.

Durchstarten zum Nordkap der Insel. Dort anstrengende, spannende Strandwanderung um Ellenbogenspitze herum. Dann das Wunder - Sonne in traumhafter, heidebedeckter Dünenlandschaft. Nette Kellner im „Wonnemeyer“ trocknen uns den Sitzplatz im Freien und wir genießen ein gesundes Dinner  im Freien. Glückliche Rückfahrt.

Sonne, blauer Himmel, Wolken. Wir fahren zum Strand, machen Kaffeestop am Kamp 7 und laufen weiter und weiter. Immer direkt am Meer, weil durch nassen Sand leichter. Ebbe. Erreichen erschöpft Buhne 16, ergattern Plätze am sonnigen Tisch. Nettes Gespräch mit Syltfans aus Berlin bei leckerem Essen. Sonne ermüdet und wir müssen uns beeilen zurückzukommen. Sonne lugt nochmal unter Wolken hervor und wir sind froh am Sylt-Auto zu sein. Another beautiful day!

Ohje - und die lukullischen Genüsse: die Balloon-Waffel in Westerland - köstlich, der Pflaumenkuchen im Manne Pahl - extraordinaire! Nicht zu vergessen das leckeren Essen in romantischer Atmosphäre am Hafen von Munkmarsch und das üppige Frühstück in kieferumsäumten Tischnischen in der Kupferkanne über demWattenmeer. Schlemmen und Genießen in Zeiten der Corona! Eine Woche, wie ein Traum.
 

 - August 2020 - 

La Wiesbadienne 

im Corona-Sommer

Es geht ihr gut in diesem Sommer, wo doch so viele leiden müssen. Zunächst hat auch sie gelitten, allein, ohne Sport und Tanz. Aber dann ging sie spazieren, auf den Feldern, am Waldacker, dann walken an Stöcken im Park oder am Rhein.

Jetzt darf sie wieder in den Reha-Sport oder ins Fitness, natürlich bei Bedarf mit Maske und immer mit dem notwendigen Abstand.

Sie versteht nicht, warum Menschen anfangen zu jammern oder gar zu demonstrieren. Wissen sie nicht, wie gut es Ihnen hier geht?

Man kann doch auch aus jeder Situation etwas machen. Gibt es nicht viel Schlimmeres?

Jetzt haben sogar die Schwimmbäder wieder geöffnet. La Wiesbadienne ist glücklich endlich wieder in ihr geliebtes Opelbad gehen zu dürfen. Es ist so wie nach Hause zu kommen. Alle „Opelbadiens und iennes“ wiederzusehen. Endlich wieder zu schwimmen und anschließend einen Cappuccino mit Traumblick bis zum Donnersberg und Odenwald zu genießen. Da ist es nicht schlimm ein paar Regeln mehr zu beachten! Hauptsache man kann wieder lächeln! Und das kommt garantiert zurück.

Muß man wirklich immer in Urlaub fahren? Wo doch jetzt unsere Luft so viel besser ist und Deutschland auch so viel Schönes bietet?

Peinlich wie ein paar Mitbürger unser Land mit schlechtem Benehmen repräsentieren. Sie sollten sich an Stil & Etikette zurückbesinnen.

Gute Umgangsformen sind heute gefragter denn je.

La Wiesbadienne kennt die Antworten, wenn man nach den Regeln fragt. Das Wissen, wie man auftreten sollte, macht selbstbewusst, glücklich und hält gesund (Abstandsregeln).

 

- Juli 2020 - 

Allein sein

Gewollt oder ungewollt

Jeder erfährt in seinem Leben irgendwann das Alleinsein. Es hat nicht den traurigen Touch der Einsamkeit, ist aber immer eine Herausforderung. Denn dazu ist der Mensch nicht erschaffen. War er nicht sogar in grauer Vorzeit ein Rudeltier?

Schon seine Fähigkeit zum Sprechen und Zuhören läßt ihn das Zusammensein mit anderen suchen. Jeder möchte sich gerne mitteilen.

Computer, Handies oder Ähnliches kann niemals der Ersatz für Zwischenmenschliches sein. Für die Liebe sowieso nicht.

Wohl dem, der in Coronazeiten nicht allein sein muss! Nur Partner dürfen zusammenleben, dürfen Wärme erfahren und müssen sich nur Dritten gegenüber in Distanz üben. Was tun die anderen, wenn sie genug Radio gehört haben, Ferngesehen, aufgeräumt und gelesen haben?

Man kann auch alleine tanzen, Gymnastik treiben und spazieren gehen. Aber es macht nicht annähernd soviel Spaß wie zu zweit oder in der Gruppe.

Ganz abgesehen vom Lachen, das so wichtig für unser Gemüt ist.

Was wären wir ohne unsere Lachfalten? Wohin mit den hängenden Mundwinkeln?

Zum Glück darf man raus in die Natur und jetzt sogar wieder schwimmen, natürlich nur mit Abstand, wie auch beim Tennis oder Golf spielen.

Man sollte große Plätze in Parzellen (2x2m.) einteilen, gute Musik (auch Oldies bitte) spielen und jeder darf ohne Maske in seinem Terrain tanzen. Diese müssen selbstverständlich bei Kommen und Gehen,wegen Abstand, aufgesetzt werden.

Es wird Zeit, dass wir wieder zusammen sein dürfen, ohne Masken uns wieder näher kommen dürfen. Die Kinder werden es sich sowieso nicht verbieten lassen. Aber was ist mit den Ältere oder gar Alten. Wird dann das Alleinsein zur Einsamkeit? Eine schreckliche Vorstellung.

Also müssen wir weiterhin diszipliniert sein und unsere Masken tragen bis, hoffentlich in naher Zukunft, das Virus besiegt ist.

Erst dann werden wir uns wieder um unsere Umgangsformen kümmern können.

 

- Juni 2020 -

Leben & Lieben

in Zeiten der Corona

Wie können wir das meistern, wenn wir nicht einmal wissen, wie lange dieses Virus uns beherrscht?

Nicht mehr ausgehen, keine Freunde mehr treffen, nicht mehr verreisen?

Auf engem Raum allein, als Paar oder Familie zusammenleben, ohne die gewohnte, wenn auch nur temporäre Distanz.

Alltägliches Einerlei, keine Parties, Feste und Feiern.

Zunächst ist wichtig, dass wir uns nicht gehen lassen, weiterhin unseren gesunden Lebensrhythmus weiterleben. Versuchen eine gute Balance zu finden zwischen Pflichten und Freude.

Die Wohnung aufräumen und evtl. renovieren.

Sport treiben, in den eigenen vier Wänden, auch wenn das nicht soviel Spaß macht, wie gewohnt. Es gibt Videos mit zahllosen „Vorturnern“ und mit Abstand dürfen wir ja auch in Parks oder Natur laufen,rennen oder Radfahrern.

Mit den Kindern singen, spielen und in der Natur wandern

Wellnesstage inszenieren, Baden, Masken, Eincremen und Nagelpflege

Essen könnte man schön zelebrieren. Auch wenn man alleine lebt, bitte immer den Tisch decken, wenigstens mit einem Set und natürlich immer mit Serviette; die guten Tischmanieren bewahren! Den Partner oder Freund einmal in der Woche zum Festessen gegenseitig einladen. Sich besonders schön und chic machen. Beide!

Fernsehen oder Starren in Handies, lPads oder Laptops zeitlich limitieren. Sonst drohen irreparable Haltungsschäden oder Falten. Lachen nie vergessen, sonst noch häßlichere Falten!

Autokinos wiederentdecken.

So oft, wie möglich raus in die frische Luft dort wo sich das Virus schnell verflüchtigt. Es hält sich wohl lieber in menschlicher Nähe, Wärme und Indoor auf. Nähe, die wir jetzt so sehr vermissen. Wohl dem, der einen Partner hat und lieben kann.

Dankbar sein für alles, was man Gutes hat. Wir haben keinen Krieg!!!

 

- Mai 2020 -

Stil & Etikette

In Zeiten der Corona

Menschen, die sich heute Sorgen um ihr Wohlbefinden, ihre Gesundheit oder gar um ihr Überleben machen müssen, finden Stil & Etikette sicher fehl am Platz oder gar antiquiert.

Aber gerade in Coronazeiten fällt schlechtes Benehmen mehr auf als früher. Ständig sollten wir jetzt Rücksicht nehmen und achtsam sein. Wir müssen mehr an den Nächsten denken. Ohne Teamwork funktioniert das Überleben nicht.

Benehmen hat viel mit Rücksicht zu tun. Rücksichtnahme auf unsere Nächsten. Wir wollen dieses tödliche Virus nicht verbreiten, ja, wir wollen seine winzigen Tröpfchen nicht einatmen.

Also gehen wir am besten nicht vor die Tür.

Aber wir müssen arbeiten, einkaufen oder möchten spazieren gehen.

Also Grundregel: Abstand halten. Es heißt mindestens 1 1/2 m. Nicht genug, wenn wir husten, joggen oder Sport treiben. Denn dabei sind unsere Ausdünstungen stärker und gefährlicher. Die große Bitte an Jogger,

Power-Walker und Fahrradfahrer: bitte einen großen Bogen um Fußgänger!

Im Supermarkt, bitte einen Wagen nehmen, damit wir immer daran denken den Mindestabstand einzuhalten. In geschlossenen Räumen müssen wir einen Mundschutz tragen, denn die Klimaanlagen wirbeln die ausgeatmeten Tröpfchen durcheinander. Sollten die Kassen noch keinen Schutz (Plexiglas o.ä.) haben, soviel Abstand wie möglich zum Kassierer halten, weil wir ja unsere Tröpfchen, beim Ausatmen, dem oder der Kassierer/in direkt ins Gesicht blasen.

Natürlich husten wir nur in unsere Ellenbogen.

Familien, auch Paare, bitte bei Begegnung anderer Fußgänger im Gänsemarsch gehen, sonst ist Abstand halten nicht möglich.

Immer wieder daran denken: wie kann ich mich oder die anderen vor den, evtl. tödlichen Tröpfchen schützen.?

Nach wie vor helfen Fähigkeiten zu sozialen Verhaltensweisen wie Hilfsbereitschaft und Eigenverantwortlichkeit. Das Wesen guter Manieren besteht darin, dem anderen Aufmerksamkeit zu schenken, ihm Vortritt zu lassen, sein Ego zurückzunehmen. Respekt vor dem Nächsten!

Grüßen spielt heute eine größere Rolle. Begrüßung (mit Hand oder gar Bussi) ist out. Heute geht es nicht mehr darum, wer zuerst Grüßen darf, sondern um Freundlichkeit. Ein Lächeln aus der Ferne oder aus den Augen bringt Freude in Zeiten der Isolation. Am Telefon, heute besonders bei Telefonmeetings, ist Lächeln besonders wichtig - es wird gehört und wirkt geschäftsfördernd. In diesen Krisenzeiten mehr denn je! Jeder muss sich heute auf seine individuelle Art bemühen einen guten Eindruck zu machen. Je sympathischer um so schöner!

 

- April 2020 -

La Wiesbadienne

In Zeiten der Corona

Es ist ruhig geworden in meiner Stadt. Stillstand.

Wir bleiben zu Hause und üben uns in Geduld.

Angst vor Ansteckung oder Weitergabe des Virus.

Bloß keine Berührung, keine Nähe, kein Treffen mit Kindern, Freunden und Bekannten. Kein Cafébesuch, was mir besonders wehtut.

Nur am Rhein haben sich viele getroffen - jetzt ist auch das verboten, wegen Unvernünftiger.

Den Frühling stört das nicht. Es blüht und gedeiht überall.

 

Ich gehe alleine meine Wege - nur einsamer, weil niemand mehr zuhört, weil ich niemandem zuhören kann.

Wenige zufällige Treffen auf Distanz, ein kurzer Gruß, ein kurzes Lächeln.

Hoffnung bleibt auf baldige Besserung, aber es zieht sich. Bücher, Radio, Filme, die große Abwechslung. Und natürlich die Gymnastik und powerwalken in der Natur, die das alles nicht stört. Sie genießt die Ruhe, die Sauberkeit der Luft, die achtsamen Menschen.

Zum Glück lässt uns die Sonne nicht im Stich. Treu scheint Sie von einem klareren Himmel ohne Krach und Dreck von Flugzeugen.

Irgendwie genießen wir auch alle diesen Zustand, wären da nicht die vielen schrecklichen Nachrichten und die Sorge um unsere Mitmenschen.

 

Zum Glück gibt es die vielen Helfer in den Kliniken, Ärzte und Politiker,die beruhigen. Und die Vielen, die dafür sorgen, dass „der Laden noch läuft" und wir zu essen und trinken haben. Ein großer Dank Ihnen allen.

 

Die Hoffnung auf ein rasches Ende dieses Zustandes bleibt, aber auch die Hoffnung, dass Menschen ihre Lehren daraus ziehen, mehr Rücksicht aufeinander nehmen, umweltfreundlicher weiterleben.

Die Gesundheit und die Natur sind unser höchstes Gut.

 

- März 2020 -

Distanz

Eine gewisse Distanz tut gut

Sie hat viel mit Achtung und Respekt zu tun.

Warum scheitern so viele Beziehungen nach ein paar Jahren?

Sicher auch, weil man sich zu nahe gekommen ist, weil man die Distanz oft überschritten hat?

 

Warum halten Freundschaften oft ein Leben lang? Weil die Achtung dem Freund gegenüber bewahrt bleibt. Man sieht sich nicht zu oft, freut sich immer wieder aufeinander. Man geht respektvoll miteinander um, obwohl man die Schwächen des anderen kennt. Freunde nutzen das nie aus.

 

Paare vergessen leider den Wert der Beziehung zu schätzen, weil sie das gegenseitige „immer zur Verfügung stehen“ irgendwann anfangen auszunutzen. Sie beginnen den anderen zu benutzen. Sie vergessen ihn wertzuschätzen. Wäre das Leben nicht aufregender, wenn man den anderen in seiner „Höhle“ besucht?

 

Währen nicht getrennte Schlafzimmer viel besser? Könnte dann doch jeder sein eigenes Leben auch noch etwas leben? Könnte man dann doch lesen, wann man das Bedürfnis danach hat, einschlafen wann man möchte, seine Ruhe dann haben, wenn man sie braucht. Fiele dann das „Nein“ nicht leichter, wenn man keine Lust auf zuviel Nähe hat?

 

Tötet das ständige „zur Verfügung stehen“ nicht die Liebe? Ist ständige Routine nicht auch in anderen Bereichen langweilig oder gar tödlich? Benötigt nicht jeder auch eine gewisse Privatsphäre, die er mit niemanden teilen möchte oder gar muss? Braucht man heute noch Wohnzimmer, wo ständig der Fernseher läuft, was nicht jeden gleichermaßen interessiert?

 

Man könnte doch große Küchen zum Treffpunkt der Begegnung machen, wo man nicht nur gemeinsam kocht und isst, sondern auch Freunde empfängt. Wo man alle Apparate der heutigen Kommunikation hinverbannt, sodass ihre negativen Ausstrahlungen und Geräusche nicht beim Schlafen stören?

Die Architektur muss umdenken: Privatzimmer mit eigenem kleinen Bad (Dusche oder Badewanne nach Geschmack) und eine große Wohnküche.

 

- Februar 2020 -

Reinlichkeit

Beginnt mit Achtsamkeit

Menschen, die ich mag und liebe, kämpfen seit Monaten mit einer Art Grippe, die nicht unbedingt schwächt, die aber durch lästigen Schnupfen bzw. Husten zum Ausdruck kommt.

Ich hörte von dem tödlichen Corona-Virus aus China, das von Tieren übertragen wird. Glücklicherweise soll es noch nicht in Deutschland angekommen sein, trotzdem beherrscht es meine Gedanken.

Ich sah einen Mann auf der Runde, die ich gerne laufe. Dort laufen täglich viele Menschen mit ihren Partnern oder Familien. Viele haben Hunde, große oder kleine, die ihr Geschäft dort auf den Feldern machen.

Den Mann sah ich an seinem Auto wieder, wo er am Kofferraum seine Laufschuhe gegen Sneakers wechselte. Ich nahm mir vor, von nun an immer das Gleiche zu tun, zumal man sicher auf dem Weg immer wieder in irgendwelche Bakterien, Keime oder sogar Viren tritt und diese dann mit ins Auto oder in die Wohnung schleppt.

Da fällt mir auch ein Freund ein, der am Eingang seiner Wohnung immer einige saubere Filz-Pantoffeln stehen hatte, damit jeder seine Schuhe wechseln konnte, der seine Wohnung betrat. Diese war so sauber, dass man jederzeit auch barfuß gehen konnte, wenn man gewollt hätte.

Früher, zu Zeiten meiner Eltern, galt das als spießig. Aber damals konnten sich meine Eltern auch täglich eine „Putzhilfe“ leisten. Sie hatten einen großen Schäferhund, der nach jedem Spaziergang die Pfoten gesäubert bekam. Wenn ich daran denke, dass  früher in meinem Haus alles mit weißen Teppichböden ausgelegt war, wird mir heute übel.

Wenn jeder Mensch mehr auf Reinlichkeit achtete, etwas gegen die Trockenheit in der Heizperiode täte, sich fern von Menschenmengen aufhielte und ständig seine Hände wüsche, würden wir vielleicht nicht ständig Wartezimmer bei Ärzten frequentieren oder irgendwelche unnützen Medikamente schlucken!

Zum Glück sehe ich neuerdings in meinem Fitness-Club Schilder mit dem Hinweis, saubere Schuhe zu tragen, was eine Selbstverständlichkeit sein sollte. 

Alle sollten sich auch hinterfragen, ob sie die Fußabtreter benutzen, die überall herumliegen!?

 

- Januar 2020 -

Unverwechselbar Ich

Mein individueller Stil

Jeder Mensch sollte seinen eigenen unverkennbaren Stil haben, an dem er unermüdlich arbeiten kann und sollte. Er ist einem nicht in die Wiege gelegt.

Stil ist Ausdruck für die persönliche, individuelle Art in Kleidung, Bewegung, Schreib- und Kommunikationsstil.

Zusammen mit Etikette verbinden wir

die traditionellen Werte, die wir mit guter Erziehung, Anstand, Würde und Sitte gleichsetzen.

Stil und Etikette sind neben persönlicher Identität unsere Visitenkarte in der Außen-Wahrnehmung. Nirgends ist Etikette wichtiger als im Job: Höflichkeit, Aufmerksamkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft, Taktgefühl und Toleranz.

Voreingenommenes Denken und Ablehnung anders Denkender führen zu Widerstand oder Entlassung. Takt, Respekt und Achtung sind das Wichtigste im menschlichen Zusammenleben.

50 Jahre Internet

Ein Grund zu feiern?

Super! Unser Leben hat sich total verändert:

Wir sind schneller - dank E-Mails und Co., klüger -dank Google. Aber ist nicht auch Wichtiges auf der Strecke geblieben?

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Wo ist unser guter Umgangston, wo die Zeit für Lächeln und Flirts? Wo die Freundlichkeit unseren Nächsten gegenüber? Wo die Zeit für unsere Kinder und unsere Alten?

Sind wir nicht alle durchgetimet, verplant, ausgebucht? Ohne Zeit für Spontaneität, Pausen und Ruhe? Wie sollen wir die Momente genießen?

 

Rennen nur rücksichtslose Egoisten mit Ellbogen durchs Leben? Oder hocken sie zu Hause vor einem häßlichen grauen Kasten und bestellen alles, was sie benötigen? War da nicht gemütliches Shoppen schöner und anregender? Bleibt da noch die Zeit für Träume, Phantasie und erholsame Faulheit?

Nicht schön genug? Macht nichts - man lässt im Computer jedes Foto idealisieren oder lässt sich vom Schönheitschirurgen ideal zurechtstylen.

 

Wir leben in Freiheit und relativ selbstbestimmt. Wir können alles so ändern, wie wir es gerne hätten. Jeder ist selbst verantwortlich für seine Zufriedenheit und sogar sein Glück.

Jammerer gibt es genug und sind zu bemitleiden!

 

Nehmen Sie Ihr Leben an die Hand und führen es auf den, für Sie, richtigen Weg!

 

- Oktober 2019 -

La Wiesbadienne

Sie genießt das Leben in ihrer Stadt

Sie liebt es, das Grün der Stadt zu genießen, die vielen Bäume und abseits der Straßen , durch die schönen Parks oder Wälder zu streifen.

Sie liebt es den Wochenmarkt zu besuchen und dort frisches Obst, Gemüse, Eier etc. zu besorgen, alte Bekannte zu treffen und zu plaudern. 

Sie liebt es die schönen alten Gebäude und Villen zu betrachten - durch schöne Straßen und alte Gassen zu streifen.

Sie liebt es, sich chic zu machen und sich gemütlich in eines der zahlreichen Cafés zu setzen und die anderen zu bewundern oder sich über das Treiben zu amüsieren.

Sie liebt es ins Theater zu gehen in Konzerte oder ins Museum.

Sie liebt ihren Sport, auf dem Golf- oder Tennisplatz, im Opel- oder Thermalbad,

beim Joggen oder Walken im Kurpark oder anderen Parks.

Sie liebt ihre Stadt vor Weihnachten, mit den Lichtern, wenn alles glänzt und duftet. Den Weihnachtsmarkt mit seinen Farben und Tönen.

Die Menschen, die zurückkehren, wenn auch nur kurz, um Verwandte und Freunde zu besuchen, um  Kartoffelpuffer und Glühwein zu genießen.

Sie liebt die leuchtenden Kinderaugen auf dem Karussell und der Eisbahn.

Fortsetzung im Frühling.

 

- Dezember 2019 -

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Jutta Feit Stil & Etikette, Fichtestraße 33, 65189 Wiesbaden